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Äpfel vom Gut Holland!
Die Besten aus deutschen Landen
Seit über 70 Jahren ist das Obstgut Bonhausen im Besitz der Familie Holland. Seitdem wurde aus dem 14 ha großen, in der Nähe des Bodensees gelegenen Landwirtschaftsbetrieb, ein mehr als 40 ha umfassendes biologisch bewirtschaftetes Obstgut. Von Anfang an war es das Ziel des Familienbetriebes, in Zusammenarbeit mit der Natur erstklassige Früchte zu erzeugen. Früchte, die ganz im Rhythmus ihres eigenen Wachstumsprozesses heranreifen dürfen.


Eberhard Holland

Neue – alte Sorten
Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Sortenspektrum immer mehr hin zu einem neuen, der biologischen Wirtschaftsweise entsprechenden Apfel- und Birnensortiment. Die vormals angebauten allgemein bekannten Sorten wie Jonagold und Golden Delicious sind im biologischen Anbau sehr anfällig. Alte Sorten, die heute fast nur noch in Hausgärten und Streuobstbeständen zu finden sind, reagieren weniger anfällig auf Pilze.
Heute gibt es nun Früchte, die durch ganz natürliche Kreuzungszüchtung dieser alten Apfelsorten hervorgegangen sind. Einer dieser ist der Topaz. Viele Apfelliebhaber erinnert der Geschmack von Topaz an den wirklich typischen Apfel, aus Oma`s Garten, der immer mehr in Vergessenheit gerät. Durch seinen feinen, aromatischen, süß-säuerlichen Geschmack, der lange auf der Zunge bleibt, seine gelbrote Ausfärbung und der für alte Sorten typischen gedrungenen Fruchtform, ist der Topaz für viele Apfelgenießer zum „First Class“ Apfel geworden. Obwohl der Genuss der frischen Frucht sicherlich der höchste ist, so eignet sich der Topaz auch sehr gut für die Verarbeitung. Das Fruchtfleisch oxidiert nicht schnell, so dass er aufgeschnitten lange frisch bleibt. Kompott wird goldgelb, Kuchen erhalten ein phantastisches Aroma und auch zum Trocknen ist er hervorragend geeignet.

Neue Maßstäbe im Bioanbau
Durch das neue Warmwassertauchverfahren sind die Früchte länger lagerfähig, da die Fäulnis während der Lagerung vermindert wird. Somit bleiben sie auch nach der Auslagerung aus den großen Räumen, im Verkaufsraum oder dann beim Kunden im wärmeren Umfeld noch lange knackig frisch. Bei diesem Warmwassertauchverfahren werden die Früchte drei Minuten in 52 °C warmes Wasser getaucht. Das Wasser enthält keinerlei weitere Zusätze. Wir entwickelten dieses Verfahren in Zusammenarbeit mit der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Landwirtschaft in Karlsruhe. Untersuchungen ergaben, dass sich das warme Wasser in keiner negativen Weise auf den Vitamingehalt der Frucht auswirkt. Bisher gab es im biologischen Anbau noch keine Möglichkeit, der Lagerfäulnis entgegenzutreten.
 
Im Rhythmus der Natur
Bei den Neupflanzungen wird streng darauf geachtet, dass die Sorten möglichst robust sind und somit im biologischen Anbau ihr volles Aroma entfalten können. So fanden wir auch Sorten wie Rubinola und Santana, beide mit einem hervorragenden Geschmack. Santana ist ein Apfel, der bereits im Herbst seine Genussreife erfährt, Rubinola lässt sich ebenfalls wie Topaz sehr gut lagern.
Seit einigen Jahren wird nun schon mit den neuen - alten Sorten gearbeitet. Auch wenn sich im Laufe dieser Zeit das Hofbild verändert hat, so sind wir dem Ziel, im Rhythmus mit der Natur zu arbeiten, heute mit diesem Sortenspektrum viel näher als noch vor 10 Jahren. In jeder Frucht steckt ein Teil unserer Arbeit, ein Teil unserer Freude und wir sind uns sicher – auch das schmeckt man. Margit Holland