Bei Carob-Pulver handelt es sich um gemahlenes Fruchtmark. Verwendet werden dafür die Früchte des  Johannisbrotbaums. Die Carob-Frucht wird zuvor entkernt, getrocknet und geröstet, sodass sich ein süßlichmalziges, ein wenig karamellartiges Aroma mit feinherber Note entwickelt, das an Kakao erinnert. So kann auch Carob-Pulver verwendet werden. Es eignet sich für Speisen, zu denen Kakao passt, wie Desserts, Kuchen oder süße Brotaufstriche. Wegen des fruchteigenen, natürlichen Zuckers des Carob-Pulvers muss weniger gesüßt werden. Carob ist nicht so bitter wie Kakao und reich an Nährstoffen, z. B. an ß-Carotin, Calcium und Eisen. Außerdem enthält es viele Ballaststoffe, aber nurwenig Fett. Dadurch wirkt es sich positiv auf die Verdauung aus. Besonders geschätzt wird die Tatsache, dass Carob im Gegensatz zu Kakao frei von anregenden Substanzen wie Theobromin und Koffein ist.

Die Tonkabohne gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler und wird überwiegend im Norden Südamerikas und in den tropischen Gebieten Afrikas angebaut. In den vergangenen Jahren eroberte sie mit ihrem edlen Geschmack, der an Vanilleschote erinnert, die internationalen Küchen und wird von Sterneköchen zelebriert. Besondere Feinschmecker identifizieren zudem eine feine Note von Rum. Deshalb findet man Tonkabohnen häufig in Desserts wie Pralinen, Torten, Eiscremes oder Konfitüren. Auch Fischgerichte oder Cremesuppen rundet die Tonkabohne ab, die Hobbyköche zum Experimentieren einlädt. Mit einer kleinen Muskatreibe kann das Gewürz ideal dosiert werden, denn die Bohne entfaltet ihren Geschmack schon in sehr kleinen Mengen. Die Ureinwohner Südamerikas entdeckten die Tonkabohne auch als Heilpflanze, da der hohe Cumarin- Anteil Beschwerden wie Übelkeit oder Husten mindert und eine stresslindernde Wirkung hat. Mehr als 0,1 mg Cumarin pro Kilo Körpergewicht sollten jedoch nicht konsumiert werden, da größere Mengen der Leber schaden könnten. Darum sind in Europa lediglich Tonkabohnen im Handel, deren Anteil an Cumarin reduziert und somit nicht gesundheitsschädlich ist.

Unter biologisch-dynamischer Landwirtschaft wird eine Wirtschaftsweise verstanden, die nicht nur Feld- und Viehwirtschaft umfasst, sondern auch Saatgutproduktion und Landschaftspflege. Sie beruht auf einer anthroposophischen Idee von Rudolf Steiner. Erhard Bartsch und Ernst Stegemann waren die Namensgeber. Biodynamische Höfe wirtschaften ganz im Sinne der „Kreislaufwirtschaft“, wobei der Hof möglichst alle Substanzen und Produkte selbst herstellt oder erwirtschaftet, die für das Überleben und den Handel notwendig sind. In der praktischen Umsetzung wird dies beispielsweise am „Futter-Mist-Kreislauf“ deutlich. Die Wiederkäuer nehmen in der biodynamischen Landwirtschaft einen äußerst großen Stellenwert ein. Ebenso wichtig ist die Einheit von Boden und Pflanze. Schädlingsbefall oder Pilzerkrankungen der Pflanze werden somit als Folge eines gestörten Boden-Gleichgewichts interpretiert.

Das EU-Bio-Logo gibt es offiziell erst seit dem 1. Juli 2012, wobei das deutsche Bio-Siegel schon 2001 ins Leben gerufen wurde. Das „wichtigere“ Siegel von beiden ist das EU-Bio-Logo, denn es ist zusammen mit dem dazugehörigen Kontrollstellencode und einer allgemeinen Herkunftsangabe der Zutaten für Bio-Lebensmittel verbindlich vorgeschrieben. Das heißt, alle verpackten Bio-Produkte, die aus der EU kommen oder mindestens einen Verarbeitungsschritt in der EU erfahren haben, müssen mit dem EU-Bio-Logo gekennzeichnet und von der EU-Ökoverordnung zertifiziert sein. Das ältere deutsche Bio-Siegel muss nicht mehr verpflichtend aufgedruckt sein, um ein Bio-Lebensmittel rechtlich zu kennzeichnen. Es dient lediglich dem Wiedererkennungswert, da es schon neun Jahre vor dem EU-Logo eingeführt wurde.

Im Wein sind unter anderem auch verschiedene Schwebeteilchen wie Zucker und Eiweiße enthalten, die zu einer Trübung und Verschleierung der Getränke führen würden. Um klare Flüssigkeiten zu erhalten, werden Wein und auch Bier einer so genannten „Schönung“ unterzogen. Dabei werden diese Schwebeteilchen ausgefällt. Dies kann auch durch verschiedene Mittel tierischen Ursprungs, wie durch den Einsatz von Gelatine, Eiklar, einer Fischblase (Hausen) oder durch Kasein (Casein - einem Proteinanteil in der Milch) erfolgen. Die Klärung von veganen Weinen erfolgt hingegen durch Bentonit, Aktivkohle, vegetabiler Gelatine oder Sedimentation, wobei die Schwebestoffe absinken und herausgefiltert werden.

Beide Begriffe meinen im Grunde dasselbe und es gibt keinen gravierenden Unterschied. Es werden Produkte gekennzeichnet, die im biologischen bzw. ökologischen Landbau produziert wurden. Bei beiden Begriffen handelt es sich um rechtlich geschützte Bezeichnungen. Worte wie „naturnah“, „kontrollierter Anbau“, „aus kontrolliertem Vertragsanbau“ oder „unbehandelt“ liefert hingegen keine Hinweise auf biologisch bzw. ökologisch hergestellte Produkte. Im englischsprachigen Ausland gibt es zwei ähnliche Begriffe „ecological“ (ökologisch) und „organic“ (biologisch).

Naturkosmetik-Shampoos enthalten keine synthetischen Schaumbilder, Silikone und Quats (Quartäre Ammoniumverbindungen), weshalb sie nicht so stark schäumen. In konventionellen Shampoos werden diese Inhaltsstoffe jedoch eingesetzt, weshalb sie auch mehr Schaum erzeugen, aber gleichzeitig Kopfhaut und Umwelt angreifen können. Bei einer Umstellung auf Naturkosmetik-Shampoo kann es sein, dass sich die Haare, vor allem chemisch gefärbt, nicht so gut durchkämmen lassen wie vorher. Dies hat jedoch nichts mit mangelnder Reinigung zu tun. Beim Haarewaschen ist es vor allem wichtig, die Kopfhaut von Staub, Hautschuppen, Schweiß und Styling-Rückständen zu befreien. Milde Tenside, die in Naturkosmetik-Shampoos eingesetzt werden, reinigen die Kopfhaut ganz sanft, ohne sie auszutrocknen.

Es ist bekannt, dass konventionelle Haarfarben sich auf Dauer negativ auf das Haar auswirken. Durch die vielen chemischen Inhaltsstoffe entziehen sie die natürliche Farbe und machen das Haar über kurz oder lang kaputt. Es wird brüchig und stumpf. Bei Pflanzenhaarfarben ist das Gegenteil der Fall: Sie färben nicht nur, sondern pflegen auch. Während Farben auf Chemiebasis in das Haar eindringen, lagern die pflanzlichen Alternativen an der Oberfläche an und ummanteln das Haar wie eine Lasur. Die in den Inhaltsstoffen enthaltenen Gerbsäuren verleihen Glanz und Festigkeit. Generell finden sich vor allem Pflanzenextrakte in den verschiedenen Mischungen, aber auch Öle kommen zum Einsatz. Das Ergebnis hängt stark von Ihrer Naturfarbe ab und ist in jedem Fall individuell. Um einen ersten Eindruck zu bekommen, sollten Sie zuvor eine Probesträhne einfärben. Pflanzenhaarfarben sind nicht auswaschbar, sondern ebenso lang anhaltend wie konventionelle Produkte.

Lab wird zur Herstellung von Käse verwendet. Tierisches Lab ist ein Gemisch aus Enzymen, Chymosin und Pepsin, welches aus dem Magen von jungen Kälbern, die noch mit Milch gefüttert werden, gewonnen wird. Mithilfe von Lab kann die Milch gerinnen, ohne das sie sauer und der Käse zu fest wird. Mikrobielles Lab hingegen wird aus bestimmten Schimmelpilzkulturen gewonnen und ist somit nicht tierischen Ursprungs. Viele Vegetarier wissen gar nicht, dass Käse nicht automatisch vegetarisch ist, wenn er tierisches Lab enthält. Vegetarier müssten auf Käse aus mikrobiellem Lab zurückgreifen. Durch den Einsatz von mikrobiellem Lab wird gewährleistet, dass die Qualitätsstandards nahezu gleich bleiben. In Deutschland wird für die Herstellung von Käse ca. 60-70 % mikrobielles Lab verwendet. Ein Zeichen auf echtes Kälberlab könnte auch die Reifezeit sein. Je länger ein Käse reift, desto wahrscheinlicher ist es, dass er mit tierischem Lab hergestellt wurde.

Grundsätzlich können Sie bei Kosmetikprodukten in der EU zunächst einmal davon ausgehen, dass diese nicht an Tieren getestet wurden. Seit 2009 ist ein Gesetz in Kraft, dass den Verkauf solcher Produkte verbietet, seit 2013 gilt das Verbot ausnahmslos auch für die Herstellung. Aber: Leider bezieht sich dieses Gesetz nur auf Inhaltsstoffe, die ausschließlich in Kosmetika vorkommen. Chemikalien, die beispielsweise auch in Waschmitteln oder Medikamenten verwendet werden, können nach wie vor an Tieren getestet worden sein. Nicht so bei uns: Als Mitglied des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) sind wir an dessen Richtlinien gebunden. Sie schreiben vor, dass die Produkte nach Prüfzeichen wie BDIH, Natrue, ICADA oder Ecocert zertifiziert sind, dessen Kriterien Tierversuche verbieten. Die entsprechenden Siegel finden Sie auf den Verpackungen.

Generell ist Wäsche waschen durch den hohen Verbrauch an Energie und Trinkwasser kein umweltfreundliches Unterfangen. Öko-Waschmittel enthalten jedoch keine optischen Aufheller, Tenside aus Erdöl sowie synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, wodurch die Umwelt weniger belastet wird. Die Tenside, Enthärter und Seifen von Öko-Waschmittel bestehen aus natürlichen Rohstoffen und sind deshalb besser abbaubar als Tenside aus Erdöl. Einige Öko-Waschmittelhersteller verzichten sogar ganz auf den Einsatz von Enzymen, da diese Unverträglichkeiten hervorrufen können und meist mit Gentechnik hergestellt werden. Eine sehr geringe Umweltbelastung haben „Waschnüsse“ oder selbsthergestelltes Waschmittel aus Efeu oder Kastanien. Hier noch weitere wichtige Tipps, um umweltschonend Wäsche zu waschen: Waschmaschine voll beladen, die Waschmitteldosierung entsprechend des Verschmutzungsgrades und der Wasserhärte anpassen, sowie auf Vorwäsche und Weichspüler verzichten.

Der klassische Sonnenschutz ist ein rein chemisches Produkt. Die chemischen Filter bündeln die Sonne und leiten sie als Wärmestrahlen in die Haut. Einige der Inhaltsstoffe der Cremes und Sprays sind unproblematisch, andere nicht. Sie können Reizungen oder Allergien verursachen. Auch für die empfindliche Haut von Kleinkindern sind mineralische, also natürliche Alternativen die bessere Wahl. Sie wirken anders als die konventionellen Produkte: Anstatt in die Haut einzudringen, bilden die Mikropigmente wie Titan- oder Zinkoxid eine Schutzschicht. Man kann sie sich wie winzige Spiegel vorstellen, die die Sonne reflektieren und dadurch ableiten. Es handelt sich daher um einen sogenannten physikalischen Lichtschutz. Da die Creme nicht erst einziehen muss, wirkt sie unmittelbar nach dem Auftragen. Schutzcremes von Herstellern wie lavera oder eco cosmetics sind von Natrue bzw. Ecocert zertifiziert und mit zusätzlichen, natürlichen Pflegestoffen versetzt. Wenn Sie diese Cremes großzügig und regelmäßig auftragen, können Sie die Sonne unbeschwert genießen.

Viele Menschen verstehen unter den Begriffen „Plastik“ und „Kunststoff“ das Gleiche. Bio-Kunststoffe zeigen, dass das nicht immer richtig ist. Während Plastik nämlich auf Mineralöl, also einem fossilen Rohstoff, basiert und in der Entsorgung die Umwelt belastet, bestehen Bio-Kunststoffe ganz oder größtenteils aus nachwachsendem, biologisch abbaubarem Material. Aus den sogenannten Bio-Polymeren lassen sich, wie aus Plastik, sowohl feste Formteile als auch Folien herstellen. Sie basieren grundsätzlich auf Stärke und Cellulose, also zum Beispiel auf Mais oder Zuckerrüben. Allerdings steht die Entwicklung von Bio-Kunststoffen noch am Anfang. Wünschenswert wäre eine Produktion, die nicht mehr auf potentiellen Lebensmitteln, sondern auf Abfall basiert.

Sie kennen das Symbol zum Beispiel von Thunfischdosen oder Fischstäbchen: Ein weißer Fisch auf blauem Grund. MSC heißt Marine Stewardship Council. Das Siegel der privaten Organisation steht für Nachhaltigkeit im Fischfang. Dabei beauftragen die Fischereien oder Produktmarken den MSC, eine unabhängige Prüfung durchzuführen. Die Richtlinien, nach denen die Prüfung erfolgt, wurden von Wissenschaftlern und Fischereiexperten entwickelt. Mit dem Logo ausgezeichnete Waren stammen von Betrieben, die mit den Meeren schonend umgehen. Die zertifizierten Fischereien arbeiten so, dass sie die Meere nicht überfischen, sodass dort die Fischbestände stärker wachsen als in Gebieten mit wenig zertifizierten Fischereien. Weltweit gibt es fast 23.000 Produkte, die das Siegel tragen dürfen.

Es färbt unser Blut rot und liefert Energie: Eisen ist ein wichtiger Nährstoff für den menschlichen Körper. Müdigkeit und in extremen Fällen Haarausfall und Blässe können auf einen Eisenmangel hinweisen. In Deutschland ist er jedoch eher selten: Bei einer ausgewogenen Ernährung, insbesondere mit Fleisch, bekommt der Körper ausreichend Eisen. Frauen sind jedoch wegen der Monatsblutungen eher gefährdet. Auch für Vegetarier, stillende Mütter und Sportler kann die Zufuhr von Eisen über Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Ein Blutbild beim Hausarzt gibt Aufschluss, ob diese Art von Therapie notwendig ist. Leider existieren mittlerweile auch unseriöse Angebote auf dem Markt – manche Hersteller geben weder die genauen Inhaltsstoffe noch eine Dosierungsempfehlung für ihre Produkte an. Unerwünschte Nebenwirkungen können die Folge sein. Pflanzliche eisenreiche Nahrungsergänzungsmittel sind risikoärmer, insbesondere in Bio-Qualität. Sie kombinieren Frucht- und Kräuterauszüge mit Fruchtsäften und Vitaminen, sodass eine wertvolle und schmackhafte Mischung entsteht. Blutquick von Herbaria zum Beispiel ist vegan, gluten- und alkoholfrei sowie frei von Konservierungsstoffen. Das Eisen stammt unter anderem von Hibiskusblüten, Johannisbeersaft und Hagenbuttendickextrakt.

Wenn wir ins Schwitzen geraten, werden diverse Bakterien aktiv, die die im Schweiß enthaltenen Stoffe zersetzen. Dabei entsteht Buttersäure. Diese ist für den unangenehmen Geruch verantwortlich. Deshalb hat der Mensch Deodorants erfunden. Die meisten handelsüblichen Produkte erfüllen heute zwei Funktionen: Sie duften und sie verhindern, dass wir überhaupt schwitzen. Für die „Verstopfung“ der Schweißdrüsen sind in der Regel Aluminiumsalze zuständig – und die sind problematisch. Alu steht im Verdacht, in Relation zu verschiedenen Krankheiten des Nervensystems und der Hormondrüsen zu stehen. Zweifelsfrei nachgewiesen ist das allerdings noch nicht. In den Körper gelangt das Aluminium über Deos aber auf jeden Fall. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät zu einer Reduzierung der Aufnahme von Aluminium. Daher existieren mittlerweile diverse Produkte ohne Aluminium auf dem Markt. Diese Deodorants bedienen sich natürlicher Mittel zur Verringerung der Schweißproduktion. Pflanzenauszüge wie Hamamelis- oder Calendulaextrakt verhindern den Abbau des Schweißes durch Bakterien. Basische Mineralien neutralisieren das saure Milieu unter den Achseln. Was bei wem am besten wirkt, ist individuell verschieden. Es kann durchaus sein, dass natürliche Deodorants häufiger aufgefrischt werden müssen. Dann liefern auch sie Schutz vor unangenehmen Gerüchen – und zwar ohne Risiken.

Obst und Gemüse aus dem Ausland wird, wie die Ware aus Deutschland auch, nach den strengen Richtlinien der EG-ÖKO-Verordnung angebaut und kontrolliert. Es gibt dabei keine nationalen und internationalen Unterschiede. Ein weiterer wichtiger Grund für „Bio aus dem Ausland“ ist zum Beispiel das Prinzip des Vertragsanbaus von Obst und Gemüse. Dieses Prinzip bedeutet, dass der Bio-Händler die Abnahme der Ware gewährleistet und ihm der Bauer dafür im Gegenzug die vereinbarten Sorten und Mengen liefert. Es ist wichtig, dass der Bio-Gedanke und der biologische Anbau in Deutschland, als auch in anderen Ländern unterstützt werden, um weltweit ökologische Flächen zu fördern. Deshalb wird der Vertragsanbau nicht nur in Deutschland, sondern auch mit Erzeugern in anderen Ländern umgesetzt. Positiv ist dabei, dass den Bauern vor Ort ein festes Einkommen und die Arbeitsplatzerhaltung zugesichert werden. Der Anbau und die Vermarktung von Bio-Lebensmitteln dürfen somit nicht an politischen Grenzen halt machen. Außerdem unterstützen Bio-Lieferanten ökologische Anbauprojekte in vielen Ländern der Erde und betreuen ihre Partner zu Fragen bezüglich der Produktauswahl, der Anbaumethodik sowie der Entwicklung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

Das Trocknen ist eine der ältesten Methoden, um Früchte haltbar zu machen. Früher nutzte der Mensch dazu die Kraft der Sonne, heute gibt es spezielle Dörrgeräte. Das Prinzip ist gleich geblieben: Dem Obst soll das Wasser entzogen werden, sodass es auf typische Art zusammenschrumpft. Getrocknete Früchte sind nicht nur haltbarer, sie schmecken auch süßer und intensiver, da sich die Aromastoffe durch das Verfahren konzentrieren. Nach wie vor enthält das getrocknete Obst natürlich viele wertvolle Nährstoffe aber nicht alle überstehen den Dörrprozess. Vitamin C beispielsweise ist hitzeempfindlich und in frischen Früchten deutlich stärker vertreten. Auch die Folsäure wird reduziert. Wegen des Fruchtzuckers sind die getrockneten Früchte ein idealer und leichter Energielieferant. Frisches Obst kann man aber mit der getrockneten Variante nicht vollständig ersetzen. Trockenfrüchte sind gesünder als Süßigkeiten, enthalten aber trotzdem viel Zucker und Kalorien. Deswegen sollten sie in Maßen genossen werden.

In deutschen Küchen sind sie sehr beliebt, gleichzeitig gelten sie als Dickmacher: Brot, Nudeln und natürlich auch salzige Snacks. Der schlechte Ruf kommt vom hohen Anteil an Kohlenhydraten. Diese sind zwar ein Energielieferant, setzen aber auch an. Dabei lässt sich zwischen „guten“ und „schlechten“ Kohlenhydraten unterscheiden. Die guten, also langkettigen, machen lange satt und können Übergewicht daher auch vorbeugen. Sie findet man beispielsweise in Vollkornprodukten, Reis und Kartoffeln. In Weißmehlprodukten und Süßigkeiten stecken die kurzkettigen Kohlenhydrate. Mit einer ausgewogenen Ernährung mit Gemüse, Fleisch, Hülsenfrüchten und Obst führen wir dem Körper bereits eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten zu. Als gesünderer Sattmacher gilt Eiweiß. Es füllt den Magen nachhaltig und kurbelt gleichzeitig den Stoffwechsel an, sodass rund ein Drittel der aufgenommenen Kalorien direkt wieder verbrannt wird. Die Produzenten von Lebensmittel reagieren auf den allgemeinen Low-Carb-Trend, indem sie versuchen, Grundnahrungsmittel wie Nudeln und Brot durch andere Zusammensetzungen kohlenhydratärmer und eiweißreicher zu machen. Auf diese Weise kann man auch Chips knabbern, wenn man sich figurbewusst ernähren möchte.

Eine Rohkost-Ernährung beinhaltet ausschließlich Lebensmittel, die nicht über 42 Grad erhitzt wurden. Sie basiert auf der Annahme, dass durch zu starkes Erhitzen wichtige Vitamine und Nährstoffe zerfallen. Bei der Herstellung von herkömmlicher Schokolade werden normalerweise Kakaobohnen unter hohen Temperaturen geröstet und gemahlen. Hersteller von roher Schokolade hingegen, lassen die Bohnen mittels natürlicher Hitze austrocknen. Das dauert natürlich weitaus länger. Der gewünschte Effekt ist aber derselbe wie bei rohem Obst oder Gemüse: Mehr wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Denn Kakao ist ein potentiell gesundheitsförderndes Lebensmittel und Schokolade muss nicht automatisch Sünde sein. Rohkostschokolade ist reich an Vitaminen und Flavanoiden. Dabei kommt der Geschmack jedoch nicht zu kurz. Die Rohkostschokolade besticht durch eine satte Kakaonote und unverfälscht natürlichen Schokoladengenuss.

Der Begriff Landwein wurde im Jahre 1982 eingeführt und bezeichnet eine gehobene Stufe des Tafelweins. Er ist das Pendant zu Frankreichs Vin de Pays und Italiens Vino tipico. Um sich hier einzureihen, müssen die Weine tatsächlich bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zum einen darf nur ein trockener oder halbtrockener Wein Landwein werden. Außerdem muss die Landschaft, aus der die Trauben stammen, auf dem Etikett angegeben sein. Der Landwein darf nicht verschnitten, also aus verschiedenen Rebsorten, Jahrgängen oder Weinberg-Lagen gemischt werden. Im Gegensatz zum einfachen Tafelwein, liegt der natürliche Mindestalkoholgehalt des Landweins um mindestens 0,5 Vol.-% höher. Der Wein darf mit Zucker angereichert werden, allerdings nicht mit konzentriertem Most. Der Restzuckergehalt sollte 18 g pro Liter nicht überschreiten.

Der Reiniger kann im Prinzip im gesamten Haushalt zum Einsatz kommen. Er ist ein wahrer Alleskönner, wenn es um die Entfernung von Schmutz geht. Enthalten sind Orangenterpene, die wie ein natürliches Lösungsmittel wirken, milde, waschaktive Substanzen in Form von Zuckertensiden, Alkohol, Emulgatoren auf pflanzlicher Basis und Kräuterextrakte. Sämtliche wasserfeste Oberflächen, Fußböden, Küche und Bad können mit dem Orangenölreiniger gesäubert werden. Er hinterlässt lediglich einen angenehmen Duft nach frischen Orangen. Aus diesem Grund ist der Reiniger bestens für die Säuberung von Mülleimern oder Biotonnen geeignet. Dabei ist er äußerst sparsam im Verbrauch. Hochverdünnt geht er auch hartnäckigen Flecken an den schmutzigen Kragen. Schonend vernichtet werden beispielsweise Fett, Öl, Schmiere, Tinte, Kaugummi auf Textilien, Teppichen und Möbeln. Auch zum Fenster putzen eignet sich der Reiniger hervorragend. Einfach ein paar Spritzer in einen kleinen Eimer mit Wasser geben und die Scheiben damit abwischen.

Heilerde besteht aus Löss, einem hellgelblich-grauen Sediment, das während der letzten Eiszeit entstanden ist. Genau das ist auch der Grund für die enthaltenen Mineralstoffe wie Silizium, Eisen, Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium. Hinzu kommen einige wertvolle Spurenelemente, z.B. Kupfer, Mangan, Nickel, Selen und Zink. Heilerde kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Dabei kommt insbesondere ihre bindende Eigenschaft zum Tragen. Innerlich kann die Heilerde beispielsweise Bakterien, überschüssige Säuren oder giftige Stoffwechselprodukte wie ein Schwamm aufsaugen. Dasselbe passiert bei der Anwendung auf der Haut. Daraus ergibt sich die antibakterielle, entsäuernde und beruhigende Wirkung der Heilerde. Mit Wasser rührt man sie zu einem dicken Brei an und trägt das Ganze auf die Haut auf. Für die innere Anwendung schluckt man Heilerde-Kapseln oder gibt Heilerde in ein Glas Wasser und trinkt es.

Gartenfreunde kennen die Lupine als hübsche Blume mit großer Farbvielfalt. Von Gelb, über Rosa bis hin zu Blau ist alles vertreten. Die reizvolle Gartenblume ist es allerdings nicht, die in vielen vegetarischen Produkten landet. Die Süßlupine ist eine besondere und vor allem ungiftige Züchtung dieser Pflanze. Verwendet werden die Samenkörner, die einer Bohne sehr ähneln. Daher stammt auch der Name. Die Süßlupinenbohne steckt voller guter Dinge. Insbesondere ihr hoher Eiweißgehalt, der mit satten 40% sogar die Sojabohne übertrifft, ist unter Veganern und Vegetariern beliebt. Die Süßlupinenbohne ist außerdem glutenfrei und enthält kaum Kohlenhydrate oder Fett. Essenzielle Aminosäuren, Vitamin E, Magnesium, Eisen, Kalzium und Phosphor setzen der Süßlupine in puncto positive Inhaltsstoffe ein Extra-Krönchen auf. Und das Beste: Die Wunderpflanze ist heimisch, wächst also direkt hier bei uns.

Zugegeben, für die meisten von uns sind sich Schmand, Saure Sahne und Crème fraîche sehr ähnlich. Sie unterscheiden sich jedoch in einem wesentlichen Punkt: dem Fettgehalt. In Saurer Sahne sind 10 Prozent Fett enthalten. Damit ist sie unter den dreien das Produkt mit dem geringsten Fettanteil. Das ist auch der Grund, weshalb die Saure Sahne flüssig ist. Aufgrund ihres geringen Fettgehalts würde sie beim Kochen ausflocken, weshalb sie sich am besten zum Verfeinern kalter Speisen eignet. Im Schmand steckt mehr Fett, nämlich zwischen 24 und 28 Prozent. Deshalb kann dieses cremige Erzeugnis gut für Dips oder als Garnitur verwendet werden. Den höchsten Fettanteil hat Crème fraîche. Mit mindestens 30 Prozent Fett ist sie besonders cremig. Da sie nicht so schnell ausflockt, eignet sich Crème fraîche gut zum Verfeinern von Saucen.

Der Mythos man könne Pilze nicht einfrieren, ist definitiv nichts als ein Mythos. Generell können alle Pilzarten eingefroren werden. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten. Als erstes müssen die Pilze natürlich geputzt werden. Champignons und Austernpilze können anschließend in rohem Zustand eingefroren werden. Schneidet man sie zuvor klein, spart das Platz im Gefrierfach und macht die spätere Weiterverarbeitung um einiges leichter. Komplizierter sieht es bei Pfifferlingen aus. Würde man diese Pilzsorte roh einfrieren, hätte sie nach dem Auftauen einen leicht bitteren Geschmack. Pfifferlinge müssen deshalb vor dem Einfrieren blanchiert oder leicht angebraten werden. Zu beachten ist außerdem, dass Pilze nach dem Auftauen nicht mehr fest, sondern matschig sind. Am geschicktesten ist es, sie noch im gefrorenen Zustand in die Sauce zu geben.

Vom Prinzip her kann man tatsächlich jeden Kürbis mit der Schale essen. Da diese aber häufig sehr hart ist und lange Zeit benötigt, um bei der Zubereitung weich zu werden, ist es bei einigen Sorten besser sie zu schälen. Dazu gehört beispielsweise der Muskatkürbis. Er hat eine recht harte und dicke Schale, die man theoretisch mitessen könnte, würde sie nicht so lange brauchen, um weich zu werden. Die Schale des Hokkaidos dagegen, kann problemlos verspeist werden. Der Kürbis soll sogar ein besseres Aroma bekommen, lässt man seine Schale bei der Zubereitung dran. Ähnlich sieht es beim Butternutkürbis aus. Allerdings ist seine Schale schon etwas dicker, weshalb es auch hier länger dauert, bis sie beim Garen weich wird. Bereitet man den Butternut im Ofen zu oder kocht ihn für eine Suppe, spricht nichts dagegen, die Schale dran zu lassen. Möchte man ihn für ein Pfannengericht nur kurz anbraten, sollte er besser geschält werden.

Fast jeder kennt die Regel: Brot gehört nicht in den Kühlschrank! Das ist definitiv Fakt, denn dort wird es pappig und schmeckt schon nach einem Tag altbacken. Auch die Lagerung in einer Papiertüte ist für Brot wenig geeignet. Das Papier entzieht dem Brot Feuchtigkeit. In der Folge wird die Kruste weich und das Innere des Brotes hart. Plastikbehälter sind auch keine Alternative, weil sich darin Pilze ideal vermehren können und das Brot anfängt zu schimmeln. Perfekt zur Aufbewahrung von Backwaren sind Ton- oder Steingutbehälter. Die offenen Poren nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und geben sie bei Bedarf wieder an das Brot zurück. Dadurch wir auch die Gefahr von Schimmel radikal minimiert. Dennoch sollte der Behälter regelmäßig mit Essig ausgewischt werden, um sämtliche Sporen im Keim zu ersticken. Übrigens: Brote mit einem hohen Roggenanteil, einem hohen Gehalt an Vollkorn oder Schrot sowie Sauerteigbrote bleiben am längsten frisch.

Nur wenige Menschen denken darüber nach, dass sie sich zweimal täglich Plastik in den Mund stecken. Umso mehr freut es uns, diese Frage auf dem Tisch zu haben. Denn: So klein eine Zahnbürste sein mag, im Laufe eines Jahres kommt pro Kopf ein ordentlicher Haufen an Plastikmüll zusammen. Davon abgesehen ist Bambus eine der am schnellsten nachwachsenden Pflanzen und kann dadurch immer wieder neuen Rohstoff liefern. Erdöl dagegen, aus dem Plastik gewonnen wird, ist endlich. Insofern können wir den ersten Teil der Frage mit einem deutlichen „Ja“ beantworten. Vom ökologischen Standpunkt her sind Bambuszahnbürsten durchaus sinnvoll. Unterscheiden muss man zwischen solchen, die komplett abbaubar sind und solchen, deren Borsten nach wie vor nicht kompostierbaren Kunststoff enthalten. Auch der zweite Teil der Frage kann zustimmend beantwortet werden. Bambus ist antibakteriell, wodurch Bakterien oder Schimmel schlechte Karten haben. Hinzu kommt, dass Bambus-Zahnbürsten in der Regel kein BPA enthalten.

Beherzigt man einige grundlegende Dinge, ist es überhaupt nicht schwer, mit einer vegetarischen Ernährung genug Eisen zu sich zu nehmen. Zahlreiche pflanzliche Lebensmittel enthalten eine Menge Eisen, wie z. B. Ölsamen, Getreide und Hülsenfrüchte. Das Zauberwort hierbei heißt Kombination. Wichtig ist es, die richtigen Speisen miteinander zu kombinieren. Denn es gibt Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen fördern und solche, die sie hemmen. Eine perfekte eisenreiche Frühstückskombination sind beispielsweise Haferflocken mit einem Glas Orangensaft. Die Haferflocken enthalten eine gute Portion Eisen, während das Vitamin C des Orangensafts dafür sorgt, dass der Körper dieses gut aufnehmen kann. Würde man andererseits Kaffee zu den Haferflocken trinken oder sich eine Banane in die Müslischale schnippeln, wäre das eher kontraproduktiv. Sowohl die Oxalsäure im Kaffee als auch das in der Banane enthaltene Magnesium hemmen die Aufnahme von Eisen.

Käse wird aus dickgelegter Milch hergestellt. Damit sich die zunächst flüssige Milch verfestigt, schüttet der Käser Milchsäurebakterien oder Lab in die leicht erwärmte Milch. Für Hart- und Schnittkäse verwendet er überwiegend Lab, für Frischkäse hauptsächlich Milchsäurebakterien. Anschließend gerinnt die Milch und teilt sich dabei in ihre festen Bestandteile, Dickete oder Gallerte genannt und in dünnflüssige Molke. Im nächsten Arbeitsgang zerschneidet der Käsefachmann die Dickete mit der sogenannten Käseharfe. Je kleiner die dabei entstehenden Körnchen sind, desto mehr Molke fließt ab und desto fester wird später der Käse. Dabei sollte auch der Molke durchaus Aufmerksamkeit zuteilwerden. Denn darin bleiben die wasserlöslichen Vitamine und hochwertigen Proteine und Milchzucker zurück. Im Käse sammeln sich dagegen Eiweiße und Fette an. Mehr zum Thema gibt es übrigens im Beitrag unserer Bio-Bloggerin Renee Herrnkind auf: www.bio-blog.de.

Die Hersteller von Gemüsechips haben in der Regel einen klaren Grundsatz: Natürlichkeit. Statt Aromen und Geschmacksverstärkern, wie bei den meisten Kartoffelchips, setzen sie auf gesunde Fette und Salz. Auch wenn Kartoffeln selbst ebenfalls zu den Gemüsesorten zählen, werden für Gemüsechips beispielsweise Pastinaken, Karotten, Süßkartoffeln, Rote Beete, Wirsing oder Grünkohl verwendet. Künstliche Zusatzstoffe kommen bei der Zubereitung sehr selten bis gar nicht zum Einsatz. Außerdem sind in Gemüsechips wesentlich mehr Ballaststoffe enthalten. Durch das Frittieren geht zwar einiges an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen des Gemüses verloren, im Endprodukt steckt dennoch mehr davon drin als in gewöhnlichen Kartoffelchips. Kurzum: Gemüsechips sind den Kartoffelchips in puncto Gesundheit tatsächlich vorzuziehen.

Was braucht es, um fit durch die kalte Jahreszeit zu kommen? Richtig: Vitamine und Mineralstoffe, die dem Immunsystem ordentlich Kraft geben. Schaut man sich an, welches Obst und Gemüse in den Wintermonaten Saison hat, wird man durchaus fündig. Kohl zum Beispiel, in fast jeder Variation, gibt ordentlich Vitamin C, Calcium, Eisen und Magnesium. Der Winterkürbis versorgt uns mit Carotinoiden, Vitamin A und Kalium. Auch die Rote Bete ist ein wahres Kraftpaket fürs Immunsystem: Die Vitamine A, B und C stecken in der roten Knolle. Daneben schenkt sie uns jede Menge Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Natrium. Die unscheinbaren Pastinaken sind auch nicht zu verachten. Dieses typische Wintergemüse enthält reichlich Vitamin C und Folsäure. Aber auch Birnen kann man selbst im Januar noch aus regionalem Anbau bekommen. Neben den Vitaminen A und C und verschiedenen B-Vitaminen stecken Mineralstoffe wie Schwefel, Kupfer, Zink, Jod, Magnesium und Phosphor in den Wintersorten der leckeren Frucht.

Xylit wird auch als Birkenzucker bezeichnet. Dieser Name verrät schon etwas mehr über das süße Pulver. Es kann nämlich aus der Rinde von Birken und anderen Hölzern gewonnen werden. Allerdings kommt es auch in einigen Obst- und Gemüsesorten vor. Xylit schmeckt genauso süß wie Zucker und man kann ihn in Rezepten eins zu eins ersetzen. Doch wieso sollte man das tun? Der Birkenzucker hat einige positive Vorteile gegenüber dem Haushaltszucker. Zum einen ist er zahnfreundlich und wirkt sogar nicht kariogen, also kariesfeindlich. Zum anderen ist Xylit besonders wegen seines niedrigen glykämischen Index beliebt. Birkenzucker hat einen GI von 7 bis 11, während der von Zucker bei 65 bis 100 liegt. Der GI sagt aus, wie schnell ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Je niedriger er ist, desto eher werden Heißhungerattacken verhindert. Wer also bewusst auf die negativen Eigenschaften des Zuckers verzichten möchte, nicht aber auf dessen Süße, sollte es mal mit Xylit versuchen. Allerdings in Maßen, denn in hohen Dosen kann es abführend wirken. Auch sollte der Birkenzucker von Hunden unbedingt ferngehalten werden, da er für die Vierbeiner sogar tödlich sein kann.

Mikroplastik sind mikroskopisch kleine Kunststoffteilchen, die weniger als 5 mm messen. Dazu zählen Granulate bzw. feine Kügelchen für Peelings, Zahnpasta oder Duschgele. Man kann Mikroplastik auch in Handwaschmitteln, Lippenstiften und Sonnencremes finden. Zudem können die Kunststoffe in Wasser aufquellen oder löslich sein. In dieser Form werden sie als Füllstoff oder Bindemittel für Kosmetika verwendet. Das Hauptproblem dabei ist Folgendes: Kläranlagen sind derzeit nicht in der Lage Mikroplastik aus dem Abwasser herauszufiltern. Dadurch gelangt es ungehindert in Umwelt und Gewässer. Der Klärschlamm bringt die Plastikteilchen auf die Felder und in die Luft. Hinzu kommt, dass sich auf dem Kunststoff Umweltgifte ablagern, die sich im Wasser befinden. So nehmen Meerestiere die belasteten Stoffe auf. Dem BUND zufolge wurde Mikroplastik in Seehunden, Fischen, Muscheln und kleineren Organismen nachgewiesen. Übrigens: Zertifizierte Naturkosmetik darf in der Regel kein Mikroplastik enthalten. In Siegeln wie Natrue, BDIH und Demeter sind diese Kunststoff-Partikel verboten.

Das sechseckige Bio-Siegel garantiert, dass ein Produkt entsprechend den europäischen Vorgaben für  ökologischen Landbau produziert worden ist. Das bedeutet, dass nur dafür zugelassene Zusatzstoffe  enthalten sein dürfen. Im Vergleich zu konventionellen Produkten ist deren Anzahl stark reduziert. Handelt es sich um Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, so müssen die Tiere artgerecht gehalten werden und  erhalten ökologisch  produziertes Futter. Die Anzahl der Tiere pro Hektar ist dabei begrenzt. Der Einsatz  von Antibiotika ist nur im Notfall möglich, nicht aber vorbeugend. Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel muss verzichtet werden. Der Einsatz von Gentechnik ist verboten. Grundsätzlich müssen alle Produkt-Bestandteile aus ökologischem Landbau stammen. Nur für 5 Prozent  der Inhaltsstoffe sind streng geregelte Ausnahmen möglich. Das deutsche Bio-Siegel wird zusätzlich zum EU-Bio-Logo (Euro-Blatt auf  grünem Hintergrund) verwendet. Die damit gekennzeichneten Produkte sind also bereits durch eine staatlich  zugelassene Kontrollstelle für den ökologischen Landbau zertifiziert worden. Die Hersteller werden mindestens einmal im Jahr überprüft. Darüber hinaus sind zusätzliche unangemeldete Kontrollen möglich.

Kokosöl ist ein wahrer Alleskönner und das bei Weitem nicht nur in der Küche. Auch ins Badezimmer gehört ein Töpfchen mit dem milchig-weißen, cremigen Öl. Denn Haare, Haut und Zähne profitieren von seiner Anwendung. Grund dafür sind die wertvollen Inhaltsstoffe des Kokosöls. Vitamine, Antioxidantien und Mineralien schlummern in ihm. Außerdem wird dem Öl eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben, von der beispielsweise unreine Hautprofitiert. Dafür trägt man es abends auf das gereinigte Gesicht auf und lässt es einziehen. Aber auch als Abschminklotion findet Kokosöl Verwendung, indem man einen Teelöffel davon auf ein Wattepad gibt und damit das Gesicht reinigt. Trockene und stumpfe Haare macht Kokosöl wieder weich und glänzend. Dafür einfach eine haselnussgroße Portion des Öls in der Hand leicht schmelzen lassen und anschließend ins handtuchtrockene Haar und die Kopfhaut einmassieren. Das Ganze sollte mindestens eine halbe Stunde einwirken dürfen. Zum Schluss das Öl mit einem milden Shampoo auswaschen.

Wie bei vielem im Leben kommt es auch hier auf das Maß der Dinge an. Daher kann die Frage weder mit ja noch mit nein beantwortet werden. Rohköstler streichen häufig auch tierische Lebensmittel aus ihrem Speiseplan, auch wenn sie das per Definition gar nicht müssten, gibt es doch bspw. Rohmilchkäse oder rohen Fisch. Eine rein vegane Rohkosternährung ist der Gesundheit sicher förderlich, sofern sie nur hin und wieder praktiziert wird. Von einer ausschließlichen Rohkosternährung, insbesondere dann, wenn sie vegan ist, raten Ernährungswissenschaftler dagegen ab. Es bestünde die Gefahr einer Mangelernährung. Auch wenn Rohköstler durch ihre Ernährung bei vielen Vitalstoffen sogar eine Überversorgung haben, gibt es wiederum andere Mineralien oder auch Vitamine, bei denen der Bedarf möglicherweise nicht ausreichend gedeckt wird. Gegen eine Rohkost-Fastenkur, beispielsweise zur Entgiftung des Körpers, ist jedoch nichts einzuwenden.

Gegen Husten ist nicht nur ein Kraut gewachsen, sondern gleich mehrere. Thymian ist wohl das bekannteste unter ihnen. Genauso wie Anis hilft es dabei, den festsitzenden Schleim zu lösen. Eibisch, Spitzwegerich und Malve sind für die Linderung des Hustenreizes zuständig. Eine Teemischung aus diesen Kräutern macht also durchaus Sinn. Zumal viel zu trinken bei Husten ohnehin das A & O ist. Einerseits, um die Schleimhäute zu befeuchten, zum anderen aber auch, um den festsitzenden Schleim zu verflüssigen. Ein weiteres altbewährtes Hausmittel gegen Husten ist der Zwiebelsaft. Dafür würfelt man ein bis zwei Zwiebeln, gibt etwas Honig darauf und lässt das Ganze ziehen. Nach einer Weile bildet sich der heilende Saft, der dann löffelweise eingenommen werden kann. Bienenhonig hat selbst ebenfalls eine beruhigende Wirkung auf den Hustenreiz. Abends vor dem Schlafen gehen einen Teelöffel davon im Mund zergehen lassen. Dadurch werden die nächtlichen Hustenanfälle stark vermindert.

Ökologische Landwirtschaft bedeutet mehr als der Verzicht auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutz- und Düngemittel und gentechnischer Methoden. Die Tiere werden artgerecht gehalten und bekommen biologisch erzeugtes Futter. Auf Antibiotika wird nur im Notfall zurückgegriffen, nicht aber vorbeugend. Die Tiere sollen sich wohl fühlen und ihre arteigenen Verhaltensweisen möglichst uneingeschränkt ausleben können. Die Anzahl der gehaltenen Nutztiere richtet sich nach der Größe der bewirtschafteten Fläche des Betriebes. Der Mist wiederum wird als Dünger auf die Felder ausgebracht. Natürlich gibt es auch Betriebe, die komplett auf Tierhaltung verzichten. Sie fördern die Bodenfruchtbarkeit z. B. verstärkt durch vielfältige Fruchtfolgen und Kompost aus Ernteabfällen. Durch robuste Sorten und Nützlinge werden im ökologischen Landbau unter anderem Schädlinge und Krankheiten vermindert. Das alles zielt darauf ab, dem obersten Leitbild der biologischen Landwirtschaft gerecht zu werden: einem möglichst geschlossenen natürlichen Betriebskreislauf. Alles baut aufeinander auf und funktioniert als miteinander verbundenes ökologisches System.

Viele kennen Proteinpulver bereits als Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der sportlichen Leistung und zur Unterstützung des Muskelaufbaus. Die Pulver versprechen erhöhte Ausdauer, reduzierte Verletzungsgefahr und sogar eine Unterstützung des natürlichen Immunsystems. Doch wann sind sie tatsächlich notwendig? Der tägliche Bedarf an Protein eines Erwachsenen beträgt durchschnittlich 0,8 g pro kg Körpergewicht. Dies lässt sich ohne Probleme durch eine bewusste Ernährung liefern. Hobby-Sportler, die zwei Mal im Monat Sport machen brauchen also keine Proteinshakes zu trinken. Wer jedoch größere sportliche Ambitionen hegt oder wer auf tierische Proteinquellen verzichten möchte, für den können Proteinpulver, die es auch als vegane Variante gibt, sinnvoll sein. Zudem sind sie überwiegend fett- und kohlenhydratfrei und ermöglichen es dadurch auch während einer Diät die tägliche Portion Eiweiß aufzunehmen. Es empfiehlt sich hier jedoch auf natürliche und biologische Produkte zertifizierter Hersteller zu achten.

Das Saftfasten ist eine Art des Heilfastens und beschreibt einen Zeitraum, in dem man auf feste Nahrung verzichtet. Lediglich naturbelassene, ungesüßte Säfte sind erlaubt. Idealerweise dauert die Saftkur drei bis fünf Tage, in denen vermehrt Nährstoffe wie Antioxidantien, Chlorophyll und Vitamine direkt vom Blut aufgenommen werden, ohne die Verdauung zu belasten. In dieser Zeit sollte man sich nicht überanstrengen, denn der Körper muss sich erst an die veränderte Nährstoffzufuhr gewöhnen. Ziel der Saftkur ist die Reinigung des Körpers von verschiedenen Giftstoffen. Tagtäglich nehmen wir diese durch unsere Nahrung, Getränke oder Alkohol und Zigaretten auf. Das Fasten wirkt sich als heilsamer Impuls auf den Organismus aus, ist nachweislich entzündungshemmend und kann verjüngend wirken. Eine Saftkur gibt uns zudem die Möglichkeit, nach innen zu schauen, zu entspannen und die angeregten Prozesse achtsam wahrzunehmen. Während des Fastens werden täglich etwa fünf bis sieben Gläser Saft getrunken, die jedoch nicht den zusätzlichen Bedarf von drei Litern Wasser oder Kräutertee pro Tag verringern. Inzwischen haben sich viele verschiedene Hersteller auf Saftkuren aus Früchten, Beeren, Kräutern und Gemüse spezialisiert. Hier empfiehlt es sich jedoch, auf kaltgepresste Produkte aus nachhaltiger, biologischer Produktion zu achten.


Vitamin B12 ist kein Wirkstoff, der die Zähne oder das Zahnfleisch schützt oder pflegt, sondern spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung, der Funktion des Nervensystems und der Blutbildung. Da der menschliche Körper es nicht selbst herstellen kann, ist es besonders wichtig, dem Körper ausreichend Vitamin B12 zuzuführen. Vegan, auch manchmal vegetarisch lebende Menschen nehmen zu wenig Vitamin B12 durch die Nahrung auf, da pflanzliche Lebensmitteln kein B12 enthalten. Daher müssen diese Vitamin B12 durch Supplemente hinzufügen. Dies kann zum einen durch Tabletten erfolgen, da B12 im Darm aufgenommen wird, oder aber durch eine mit B12 angereicherte Zahncreme, da der Wirkstoff auch durch die Mundschleimhaut in den Organismus gelangt. Eine solche Zahncreme stellt so ein sehr gutes Medium da, um die Versorgung an B12 zuverlässig und unkompliziert zu decken.

Beim Kokosblütenzucker handelt es sich um den eingedickten und danach auskristallisierten Saft der Kokosblüten. Unter den alternativen Süßungsmitteln ist er sehr beliebt. Häufig wird er wegen seines hohen Mineralstoffgehaltes und seines niedrigen glykämischen Index beworben. Letzterer gibt an, wie stark der Blutzucker nach dem Essen ansteigt. Je niedriger er ist, desto eher werden Heißhungerattacken verhindert. Zudem enthält Kokosblütenzucker mehr Mineralien als weißer oder brauner Zucker. Er ist reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink, Schwefel und Kupfer. Darüber hinaus liefert Kokosblütenzucker wertvolle natürliche Antioxidantien und ist nachweislich zahnfreundlicher als Haushaltszucker. Kokosblütenzucker schmeckt nicht, wie man vermuten würde, nach Kokos, sondern hat eine feine Karamellnote, weshalb der Kokosblütenzucker zu süßen Desserts besonders gut.

Die Rinden ökologisch hergestellter Käse dürfen Genießer gerne mitessen – es sei denn, es handelt sich um Kunststoffüberzüge aus Wachs oder Kunststoff, die den Käse vor Austrocknung oder Verderb schützen sollen. Essbar ist die natürliche Rinde, weil Bio-Käser prinzipiell darauf verzichten, sie mit dafür zugelassenen Konservierungs-mitteln wie Natamycin zu behandeln. Dennoch steht bei einigen Bio-Käsesorten der Hinweis „Rinde nicht zum Verzehr empfohlen“. Das bedeutet nicht, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Vielmehr handelt es sich hier um einen Genießer- Tipp. Denn: Die Rinde mancher Käsespezialitäten fühlt sich im Mund eher unangenehm, sandig, hart oder bitter an. Folglich würde der eigentliche Käsegeschmack darunter leiden. In solchen Fällen empfiehlt es sich, den Käse am Rand dünn abzuschneiden. Es gibt aber durchaus Käse-Gourmets, vor allem in Frankreich, die gerade das etwas würzigere Aroma der Käserinde schätzen und genießen.

Vollständig schwefelfreier Wein ist nicht möglich, da bei der alkoholischen Gärung aus Sulfat auf natürlichem Weg Schwefel (Sulfit) entsteht. Allerdings gibt es Weine, denen der Winzer keinen zusätzlichen Schwefel beigibt, denn in der Wein-herstellung ist es üblich ihn zu verwenden. Er ist ein wichtiges Hilfsmittel mit langer Tradition. Die als Lebensmittelzusatzstoff zugelassene Substanz bindet unerwünschte Gärungsprodukte, wirkt konservierend und sorgt dafür, dass Farbe und Aroma des Weins länger erhalten bleiben. Für den Schwefelgehalt von Wein hat der Gesetzgeber Höchstmengen definiert. Wird auf die Schwefelgabe verzichtet, muss der Winzer von der Traubenlese bis zum fertigen Wein mit größter Sorgfalt und Hygiene arbeiten. Das beginnt schon im Weinberg. Sehr wichtig sind einwandfreies, gesundes Lesegut ohne faule Trauben sowie eine zügige Verarbeitung von Most oder Traubenmaische bis hin zur Abfüllung des Weins auf Flaschen. Um unerwünschte mikrobielle Prozesse durch den Kontakt mit Sauerstoff auszuschließen, laufen einige Arbeitsschritte oftmals unter Luftabschluss ab.