Den Verband Bioland gibt es seit 1971; er ist einer der großen Anbauverbände in Deutschland. Bioland-Betriebe basieren auf einer Kreislaufwirtschaft, d. h. was der Natur entnommen wird, soll ihr im Laufe des Produktionsprozesses auch wieder zurückgegeben werden – möglichst ohne Abfälle und Emission. So dürfen beispielsweise auf einem Biolandbetrieb nur so viele Tiere gehalten werden, wie die Betriebsfläche an Futter erzeugen kann. Mehr als 5.600 Biobauern und rund 1.000 Lebensmittelhersteller wie Bäckereien, Metzgereien, Molkereien, Brauereien, Mühlen, Restaurants, und Safthersteller arbeiten nach den Bioland-Richtlinien. Jeder Bioland-Betrieb wird regelmäßig von einer unabhängigen, staatlich zugelassenen Kontrollstelle geprüft. Zusätzlich werden unangekündigte Stichprobenkontrollen durchgeführt.

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7 Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft

  1. Im Kreislauf wirtschaften
    Die organisch-biologische Wirtschaftsweise wurde in den 50er-Jahren von dem Schweizer Hans Müller, seiner Frau Maria und dem Deutschen Hans-Peter Rusch entwickelt. Die Anbaumethode setzt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft um. So wird z.B. der Boden durch die hofeigenen Tiere gedüngt, dieser humusreiche Boden spendet den Pflanzen dann die notwendigen Nährstoffe und die Pflanzen ernähren wiederum die Tiere des Bio-Hofes.

  2. Bodenfruchtbarkeit fördern
    Die wichtigsten „Nutztiere“ für den Bioland- Bauern sind die Milliarden von Bodenorganismen. Mit vielfältigen Maßnahmen versucht er, den Humusgehalt zu erhöhen, seine Struktur zu verbessern und damit die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise zu fördern und für zukünftige Generationen zu sichern.

  3. Tiere artgerecht halten
    Tiere sind mehr als nur „Nutztiere“. Sie sind Lebewesen mit Instinkten, Empfindungen und Bedürfnissen. Bioland-Bauern kümmern sich um ihre Tiere.

  4. Wertvolle Lebensmittel erzeugen
    Lebensmittel sind „Mittel zum Leben“. Damit das so bleibt, hat der Bioland-Verband genau definiert, was schädlich und was notwendig ist. Pestizide und gentechnisch veränderte Organismen gehören nicht in unsere Nahrung.

  5. Biologische Vielfalt fördern
    Die biologische Vielfalt zu erhalten ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft sicher zu stellen.

  6. Natürliche Lebensgrundlagen bewahren
    Die natürlichen Lebensgrundlagen in Form von Luft, Wasser und Boden benötigen wir zum Leben. Deshalb geht die Bioland-Landwirtschaft schonend mit den natürlichen Ressourcen um und nutzt sie nachhaltig.

  7. Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern
    Auch der Mensch besitzt eine wichtige Rolle bei Bioland. Durch den organisch-biologischen Anbau, entstehen mehr Arbeitsplätze in ländlichen Regionen, wird die langfristige Versorgung mit Bio-Lebensmitteln gesichert, steigert sich die Lebensqualität auf den Höfen und in der Region.