Das Familienunternehmen bio-verde bezeichnet sich selbst als „Erfinder der Naturfeinkost“. Seit der Gründung 1983 dreht sich hier alles um feinsten Genuss. Mit über 240 Produkten bietet bio-verde echte Vielfalt in der natürlichen Feinkostwelt. Wir haben uns ins bayerische Eresing nahe dem Ammersee aufgemacht, um uns die schonende Verarbeitung der Produkte unseres Partners bio-verde genauer anzusehen. Dabei führten wir ein Gespräch mit der Verkaufsleitung Ann Christina Steer über innovative Herstellungsverfahren und Nachhaltigkeit.

Was genau ist eigentlich Naturfeinkost?
Den Begriff haben wir bereits im Jahre 1986 entwickelt. Gemeint sind damit die interessantesten Delikatessen der verschiedenen Küchen unserer Welt und das in Bio-Qualität. Die Devise heißt: "Nicht nur anders, sondern besser.“ Unseren Qualitätsanspruch erreichen wir durch die Verwendung der besten Rohstoffe und die schonende handwerkliche Verarbeitung. Die Rezepturen sind einfach und dennoch raffiniert.

"Nicht nur anders, sondern besser.“ Anhand welches Beispiels können Sie uns diese Devise näher bringen, Frau Steer?
Auf dem Markt gibt es beispielsweise eine Vielzahl von Hummusanbietern. Meist werden aus Zeit- und Kostengründen gekochte „Dosenerbsen“ oder Kichererbsenmehl verwendet. Für eine längere Haltbarkeit wird der Hummus erhitzt. Wir finden das ist geschmacklich ein erheblicher Verlust. Von den wertvollen Inhaltsstoffen, die verloren gehen, ganz zu schweigen.

Unser bio-verde Hummus wird aus getrockneten Kichererbsen hergestellt, die eingeweicht, gekocht und püriert werden. Dann wird das Ganze verfeinert mit Ingwer oder Sesammus. Auch Varianten mit Rote Bete, Tomate oder Kürbis sind erhältlich. Mit unserer Kaltverarbeitung können wir ein intensives natürliches Geschmackserlebnis bieten. Als würde man den Hummus zuhause selbst zubereiten.

Das Thema Ressourcenschonung beschäftigt uns in diesem Handzettel ganz besonders. In welcher Form findet man diese bei bio-verde?
Wir verstehen die Auseinandersetzung mit den von uns genutzten Ressourcen als einen ständigen Verbesserungsprozess. Um Müll und hier im Besonderen den Plastikmüll zu reduzieren, suchen wir nach Innovationen im Verpackungsbereich. Beispielsweise haben wir kürzlich durch eine Umstellung der Verpackung im Wurst-/Schinkenbereich eine Reduktion des Plastikanteils um ca. 70 Prozent erzielt. Beim Bezug unserer Rohwaren arbeiten wir daran, Lieferwege kurz zu halten. Bei der Wärmegewinnung haben wir uns für eine Hackschnitzelheizung entschieden, die wir mit Hackschnitzeln vom eigenen Gutshof bestücken. Und für die weitere Energieversorgung setzen wir auf Lichtblick e.V., welcher uns mit Ökostrom versorgt.

Die Rohstoffauswahl spielt bei bio-verde ebenfalls eine große Rolle. Können Sie beschreiben wie genau das aussieht?
Die Qualität und Herkunft der Ware gründet nicht zuletzt auf den guten Beziehungen mit unseren Lieferanten. Durch eine enge Absprache mit unserer Produktentwicklung und Vergleiche, wissen wir genau worauf wir bei unseren Rohstoffen achten müssen. Dabei lässt sich unsere Ware bis auf das Feld zurückverfolgen. So sichern wir uns ab, dass wir nur Rohstoffe mit bestmöglicher Qualität verarbeiten.

Die Produkte von bio-verde finden sich ausschließlich im Bio-Fachhandel. Weshalb sollten Ihrer Meinung nach Verbraucher bei Bio auf den Fachhandel setzen?
Mit dem Gang in den Fachhandel kann ich mich als Kunde für eine andere Form des Handels entscheiden. Im Unterschied zum konventionellen Supermarkt wollen die Protagonisten des Bio-Fachhandels, eine grundlegende Veränderung der Lebensmittelwirtschaft (vom Acker bis zum Ladenregal) erreichen. Diese Branche lässt sich somit als Bewegung verstehen, die keine kurzfristigen Profite anstrebt, sondern ein Gemeinwohl, das Mensch, Tier und Umwelt einschließt. Das ist eine Haltung, die zunehmend gesellschaftlich anerkannt ist. Es geht um Qualität, eine intakte Umwelt und die Gesundheit der eigenen Familie. Ein solch ganzheitliches Konzept repräsentiert aus unserer Sicht derzeit glaubhaft nur der Fachhandel. Hier findet der Kunde die Qualität, die er von Bio erwarten darf.


Algen: lecker & gesund

Meeres-Algen haben in der Welternährung einen immer höheren Stellenwert. Sie sind nicht nur ein wichtiger Nährstofflieferant, sondern auch besonders schmackhaft. Bei bio-verde werden die Algen zu leckeren Salaten mit asiatischer Note verarbeitet. Die verwendeten Algen (Himanthalia elongata) stammen aus Frankreich (Bretagne) und gehören zur Gattung der Braunalge. Sie werden bei Ebbe an der Atlantikküste geerntet.