Kaviar von Caviar de Riofrio

In den Bergen bei Malaga besucht Ariane den Unternehmer Carlos Portela auf einer seiner Stör-Farmen. Seine Firma Caviar de Riofrio wurde ursprünglich im spanischen Navarra gegründet und verteilt sich mittlerweile auf drei Standorte in Andalusien. Es ist das bislang einzige Unternehmen weltweit mit EU-Bio-Zertifizierung für Kaviar und Stör. Besonders beeindruckt ist Ariane von den hervorragenden Umweltbedingungen und der Möglichkeit, inmitten der weiten andalusischen Bergwelt Störe ganz natürlich aufwachsen zu lassen – ohne Hormone, Antibiotika oder eine künstliche, fettreiche Mast. Die terrassenartig angelegten Fischbecken werden mit klarem Flusswasser gespeist, das vom Fluss Frio abgeleitet und gefiltert wieder zurückgeführt wird.

Von Carlos Portela erfährt Ariane auch, dass bereits in den 1930er- und 1960er-Jahren die iberische Kaviarproduktion aus dem Fluss Guadalquivir aktiv entwickelt wurde. Noch bis in die 70er-Jahre fischten Einheimische den Stör an den Mittelmeer- und Atlantikküsten sowie an den Ufern der Flüsse Guadalquivir, Ebro, Duero und Tajo. Neben seinem Fleisch waren besonders die Rogen sehr beliebt. Aber die Überfischung und der Bau des Alcalá-Staudamms auf dem Guadalquivir-Fluss brachten den Stör fast völlig zum Aussterben.

Zum Glück gelang es den Farmern von Riofrio, auch dank ihrer über 50-jährigen Erfahrung in der Fischzucht, nachhaltige Alternativen zu entwickeln und Arten des mediterranen Störs für die Kaviarproduktion zu domestizieren.

Durch die Zucht des Störs wurde dieser nicht nur vom Aussterben gerettet, auch der Kaviar ist heute wieder erschwinglich. Durch seine besondere Textur und seine zarten Salznoten gilt er als Liebling vieler Gourmets in ganz Europa. Und diesen kleinen Luxus dürfen wir uns unbeschwert gönnen, ob zum Weihnachtsdinner zu zweit oder mit allen unseren Lieben.