Chiemgauer Naturfleisch

Arianes nächstes Ziel ist Trostberg. Am Rande des kleinen Städtchens hat Chiemgauer Naturfleisch seinen Sitz. Ursprünglich gründete Richard Müller, der zu den Urgesteinen der Bio-Szene zählte, 1991 für die Bio-Bauern des Chiemgau eine Genossenschaft, um ihnen den Verkauf von ihren Bio-Produkten zu erleichtern. Das Unternehmen hat sich auf die Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Fleisch spezialisiert.

Am Anfang der Produktionskette steht der enge Kontakt zu den Bio-Landwirten. So wird der Produktionsprozess vom Bauern bis zur fertig geräucherten Wurst transparent und dies ist großer Teil der Firmenphilosophie. Einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb hat Chiemgauer Naturfleisch nicht, dafür besucht Ariane aber Bio-Bauer Sepp Thaler und seine Familie.

Sein kleiner Milchviehbetrieb ist familiengeführt. Seit 1994 ist er Mitglied bei Naturland. Das Futter stellt er selbst her und es wird auch auf den 58 ha biologisch-organisch bewirtschafteten Flächen angebaut. Nur Viehsalz wird in Form von Steinsalz aus Berchtesgaden zugekauft.

Gefüttert werden die Tiere mit Getreideschrot per Handfütterung, weil er den direkten Kontakt zum Tier haben möchte. Jedes Tier hat einen eigenen Fress- und Liegeplatz im Stall, kann aber auch ab dem 14. Lebenstag raus auf die Weide. Die Strukturen, die Chiemgauer Naturfleisch schafft, ermöglichen nicht nur Transparenz, sondern schaffen auch Vertrauen beim Verbraucher. Durch das Wissen, woher Steak oder Weihnachtsbraten kommen, handelt es sich nicht nur um ein anonymes Stück Fleisch, sondern die Konsumenten bekommen damit einen direkten Bezug zum Produzenten und mehr Bewusstsein für das, was auf ihren Tellern liegt.