Freiland Puten

Im mecklenburgischen Severin besucht Ariane Dr. Martin Bohn in einem seiner Biokreis-zertifizierten Freiland Puten-Betriebe. Da die natürlichen Lebensräume der Pute Waldränder und Steppen sind, hatte er vor fast 20 Jahren die Vision, den Tieren ihr ursprüngliches Umfeld weitestgehend wiederzugeben und gründete Freiland Puten im bayerischen Fahrenzhausen.

Die Putenaufzucht ist von allen Geflügel-Aufzuchten die anspruchsvollste, da das Tier besonders im jugendlichen Alter einen sehr hohen Eiweißbedarf hat. Durch die EU-Bio-Verordnung ist die Zusammensetzung des Futters sehr streng kontrolliert. Freiland Puten ist auch an einer Bio-Futtermühle beteiligt und beliefert diese mit selbst angebautem Getreide.

Ortsbesichtigung: In einer 1200 qm großen Halle leben 2300 Hennen mit Freiland-Zugang. Die zehn Wochen alten Tiere sind sehr gesellig, neugierig und machen einen entspannten Eindruck. Für das Weihnachtsgeschäft wird eine langsam wachsende Spezial-Rasse aufgezogen. Diese Tiere werden zu Weihnachten nur im Ganzen verkauft.

Ganz in der Nähe der Hallen wachsen die berühmten Waldland Puten auf. Dafür wurde eine Waldfläche gekauft, auf der die Puten im Sommer Schatten finden und ganzjährig fast komplett im Freien leben. Die Tiere haben auf der 37.000 qm großen Weide sehr viel Bewegungsfreiheit und das Projekt kam so gut an, dass es mittlerweile auf sechs Betriebe erweitert wurde.

Ein ausgewachsener Weihnachts-Puter kann mit 17 Wochen etwa dreieinhalb bis sechs kg schwer werden. Das Rezept mit Zwiebel und Apfel, das Dr. Bohn noch verrät, lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Bei jeder Weihnachts-Freilandpute liegt aber auch ein ausführliches Rezeptbüchlein bei, damit der Festtagsbraten auch gelingt. Na denn, frohes und schmackhaftes Fest!