Wildfleisch von Gut Hirschaue

Direkt vor den Toren ihrer Wahlheimat Berlin besucht Ariane im brandenburgischen Oder-Spree-Kreis das Gut Hirschaue, einen in Europa einzigartigen Familienbetrieb mit 185 Hektar großem Wildgehege, in dem mehr als 1000 Damhirsche, Rothirsche, Mufflons (Wildschafe) und Märkische Sattelschweine wesensgerecht leben. Um die Richtlinien des ökologischen Landbaus zu erfüllen, haben die Gründer Matthias Schrader und Hartmut Staar nach der Wende in Eigeninitiative 14500 Bäume, Sträucher und Benjeshecken gepflanzt und wurden dafür mit dem „Förderpreis ökologischer Landbau“ und dem „Naturschutzpreis“ ausgezeichnet.

Ariane trifft die beiden Nachfolger Michael und Henrik Staar in ihrer urigen Wildgaststätte, in der die Gäste traditionelle Wildgerichte aus der Hoffleischerei kosten können.

Aber bevor gespeist wird, machen die drei gemeinsam einen Spaziergang über das großzügige Wildgatter der Damtiere. In einem anderen Gehegebereich wird ein kleines Rotwildrudel gehalten, außerdem wühlen etwa 150 „Märkische Sattelschweine“ auf wechselnden Gatterflächen vergnügt herum. Gefüttert werden die Sattelschweine – eine Kreuzung aus Wildschwein und dem vom Aussterben bedrohtem deutschen Sattelschwein – ausschließlich mit Getreide aus hofeigener Ernte. Auf dem abwechslungsreichen Speiseplan der wählerischen Hirsche und Rehe stehen wilde Gräser, Kräuter und Ackerfrüchte, die das Ergebnis des nachhaltigen Pflanzenbaus der beiden Brüder sind.

Zurück im Restaurant findet Ariane im anliegenden Hofladen alles, was zu einem feinen Wildbraten gehört. Von Edelfleischteilen von Dam-, Reh-, Rot- und Schwarzwild, über Wildgewürz bis zum passenden Rotwein kann sie sich hier mit allen Zutaten für ihr Weihnachtsessen eindecken.