Biogans-Hof Kunath

Birstein am südlichen Rand des Vogelsberges: Ariane besucht hier Dieter und Sebastian Kunath. 2009 haben Vater und Sohn dort ihren Bio-Geflügelbetrieb gegründet und sich dann vor fünf Jahren aus Überzeugung für eine biologisch-dynamische Wirtschaftsweise entschieden. Bereits im vierten Jahr sind sie Demeter-zertifiziert und ziehen ihre Gänse, Enten, Hühner und Puten nach den strengen Richtlinien des Verbands auf. Das Futter ist zu 100 Prozent biologisch und besteht aus selbstangebautem und zugekauftem Getreide. Ab der sechsten Lebenswoche leben die Gänse und Enten immer unter freiem Himmel auf zehn verschiedenen Weiden. Dort fressen sie zusätzlich noch jede Menge Gras, Klee, Mais, Schnecken und Würmer.

Zweimal täglich fahren die Kunaths zu ihren Weiden, die von pyrenäischen Hirtenhunden bewacht werden. Die Hunde brauchen menschliche Zuwendung und Futter, wie auch die Gänse und Enten. Ein großer Aufwand für einen kleinen Nebenerwerbsbetrieb, aber Vater und Sohn machen es aus konsequenter Überzeugung: Artgerechte Haltung, bei der das Wohl der Tiere an erster Stelle steht.

Auf einer etwa 3000 qm großen Weide leben etwa 450 Peking- und Flugenten mit Unterschlupfmöglichkeit. Bis Weihnachten werden sie noch hier im Freien leben und dann mit etwa 17 Wochen geschlachtet. Auf der nächsten 5000 qm großen Klee-Weide leben 500 Gänse (eine Kreuzung aus Pommern- und Legegans), sie werden etwa fünf bis acht Monate alt.

Ariane ist beeindruckt von der kompromisslosen Art dieser beiden Geschäftsführer und Züchter, die durch Erfahrung, Wissen und ihren engagierten Umgang mit den Tieren überzeugen. Und das sollte uns unsere Bio-Gans oder Bio-Ente als Festtagsbraten auch wert sein.