Thomas Haase ist Gründer und Geschäftsführer von Laverana mit der bekannten Naturkosmetik-Marke „lavera“. Seit über 30 Jahren gehört die Firma zu den erfolgreichsten auf dem Markt. Herr Haase weiß, wovon er spricht. Das Thema Hautpflege beschäftigt ihn persönlich seit frühester Kindheit. Wir haben unseren langjährigen Partner in Niedersachsen besucht, über Naturkosmetik geplaudert und uns die neuesten Produktentwicklungen angeschaut.

 

Herr Haase, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von Laverana. Wo hat die Firma ihren Ursprung genommen? Weshalb tun Sie, was Sie tun?

In meiner Jugend litt ich unter Neurodermitis und hatte die Nase gehörig voll von Cortison und Co. So wurde meine Unternehmensidee 1987 aus dem Wunsch nach verträglicher Kosmetik geboren. Es ging von Anfang an darum, Kosmetik nur aus natürlichen sowie Bio-Inhaltsstoffen herzustellen. Ich wollte mit Laverana Schönheitspflege auf dem Markt etablieren, die sich an den Wünschen der Kunden orientiert.



 

Wie ist der Namensunterschied zwischen „Laverana“ und der Naturkosmetik-Marke „lavera“ zu erklären?
Der Markenname „lavera“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „die Wahre“. Der Firmenname hängt noch das „-na“ für „Naturkosmetik“ dran und meint also „wahre Naturkosmetik“. Für uns beinhaltet das die Verpflichtung, das Beste aus der Natur in wirksame, verträgliche Pflege zu verwandeln.







„lavera“-Naturkosmetik setzt sich ein und kooperiert beispielsweise mit DKMS-Life und climatePartner. Worum geht es bei den Projekten?
Die gemeinnützige Organisation DKMS-Life hat das Projekt „look good feel better“ initiiert. Dabei geht es um Schminkseminare und Stylingtipps, die Krebspatientinnen helfen, sich wieder schön zu fühlen, und ihnen mehr Selbstvertrauen und damit neuen Lebensmut schenken. Uns war es wichtig, mit „lavera“-Naturkosmetik offizieller Partner der DKMS-Life zu werden. Wir fördern seit zwei Jahren Seminare und stellen Kosmetikprodukte zur Verfügung. Dies ist vor allem ein Verdienst meiner Frau, die sich seit nunmehr acht Jahren für dieses lebensbejahende Projekt engagiert.

In der Kooperation mit climatePartner unterstützen wir ein Klimaschutz- und Entwicklungsprojekt in Kenia, das sich dem Zugang zu sauberem Trinkwasser für Haushalte in den ländlichen Gebieten Kenias widmet.



Als Unternehmen für Naturkosmetik setzt sich Laverana auch für Nachhaltigkeit ein. In welcher Form tun Sie das?
Die gesamte Aufzählung unserer Aktivitäten würde wahrscheinlich diesen Rahmen sprengen. Absolute Priorität hat nach wie vor unsere Produktqualität. Neben der Natrue-Zertifizierung aller unserer über 250 Produkte haben wir in den letzten Jahren auch sämtliche Unternehmensbereiche nach den aktuellen ISO-Normen zertifiziert ‒ womit erhebliche Verbesserungen, beispielsweise in den Sektoren Energieverbrauch und Umweltbelastung, verbunden sind. Darüber hinaus sind wir als erster Naturkosmetik-Hersteller 2016 nach dem Nachhaltigkeitsstandard ZNU zertifiziert worden.



Lavera entwickelt stetig neue Produkte. Wie läuft das genau ab - wie kann man sich den Weg von der Idee zum fertigen Produkt vorstellen?
Unsere Produktideen entstehen durch Marktbeobachtung und sind natürlich auch das Resultat eigener Marktforschung. Am Anfang steht die Idee eines neuen Produkts und daraus entwickeln wir Pflegeformeln und Duftwelten. Oft geht das einher mit neuen Herstellungsverfahren oder Wirkkomplexen. Wir sind in der glücklichen Lage, über ein modernes Forschungszentrum zu verfügen, das wir seit der Gründung des Unternehmens stetig ausgebaut haben, um unsere Innovationskraft zu stärken. Unsere neueste Entwicklung ist beispielsweise die Hydro-Effekt-Pflege mit Anti-Pollution-Komplex, mit der wir im Bereich der Naturkosmetik gerade einen Trend setzen, ähnlich wie Anfang des 20. Jahrhunderts mit unserer Anti-Aging-Pflege.