Topinambur galt im 17. Jahrhundert als Delikatesse. Sie war eines der ersten kulinarischen Mitbringsel aus der Neuen Welt: Ihr blumig-süßlicher, artischockenartiger Geschmack begeisterte die Fürstenhöfe bis sie von der Kartoffel verdrängt als Viehfutter auf ihre Wiederentdeckung wartete. Heute ist sie der Favorit vieler Spitzenköche. Topinambur besitzt einen hohen Gehalt an Inulin, das vor allem in der Diabetiker-Küche als Stärkeersatz Verwendung findet, weil es den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Der hohe Anteil an Ballaststoffen und Eiweiß macht „die Knolle“ zum Geheimtipp für Diäten. Erntezeit: November bis März. So vielfältig die Verwendungen, so vielfältig die Namen, unter der Topinambur bekannt ist: Jerusalem-Artischocke, Erdtrüffel, Erdsonnenblume oder Ross-Erdapfel.